Mit – beten

„Darum möchten wir euch einladen, den Iran in eure Gebete aufzunehmen: die
Getöteten und ihre Familien, die Verletzten und Traumatisierten, die Menschen voller
Angst und Sorge – im Land selbst und auch uns, die wir fern der Heimat leben und
warten.
Betet auch für die iranischen Christen weltweit, dass ihr Licht hell leuchten
möge und sie die Hoffnung, die sie in sich tragen nicht verlieren, sondern weitergeben können.“

Diese Zeilen entnahm ich dem Aufruf unseres Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden auf der Internetseite www.befg.de/gebet-fuer-den-iran, nachdem ich die Einladung zum Gebet schon in der Zeitschrift „Die Gemeinde“ gelesen hatte. Bereits in der Gemeindeleitung hatten wir zuvor besprochen, dass wir die Situation der iranischen Gemeindemitglieder und Freunde zukünftig noch bewusster im Gottesdienst in den Fürbitten benennen wollen. Am kommenden Sonntag werde ich den Aufruf unseres Bundes auch im Gottesdienst verlesen und zum Gebet einladen.

Am Ende der Allianzgebetswoche hörten wir im Gottesdienst ein Zitat des Schweizer Theologen Karl Barth, der meinte, man solle die Bibel mit der Zeitung lesen und die Zeitung mit der Bibel: „Wie man beten soll, steht in der Bibel, und was man beten soll, das steht in der Zeitung.“ Ob wir nun Nachrichten lesen, hören, sehen – die Situation der Menschen weltweit soll uns nicht unberührt lassen und uns ins Gebet führen. Nah kommen uns die Nachrichten noch mehr, wenn wir persönliche Kontakte haben, mit Menschen ins Gespräch kommen, die nah am Geschehen dran und betroffen sind. So haben uns die Glaubensgeschwister aus dem Iran ihre Situation nah gebracht und es ist gut, dass sie das Gespräch suchen und uns aufmerksam machen, ihre Not teilen.

Am Werkstatttag im Herbst hatten wir besprochen, dass wir in diesem Jahr unser Augenmerk auf das Gebet richten wollen. Ob im stillen Gebet im Gottesdienst, im persönlichen „Gebet am Klavier“, das am kommenden Sonntag angeboten wird, ob in der gemeinsamen Fürbitte, wir wollen die Menschen und ihre Anliegen vor Gott bringen, im Vertrauen, dass Gott handelt, Situationen ändert, Frieden verheißt. Lassen wir uns einladen und mit-beten, füreinander und miteinander.

Claudia Sokolis-Bochmann