Geld …

Wir freuen uns, heute einen Freitagsgedanken unserem Praktikanten Carlito Banerjee veröffentlichen zu können:

Langsam endet die vierte Woche meines siebenwöchigen Praktikums in der Hofkirche am Jakobsgraben. Auch diese Woche war voll mit Erfahrungen, Eindrücken, Erkenntnissen und vor allem Begegnungen. Begegnungen sind manchmal angenehm und schön, ein anderes Mal aber auch traurig oder ernst. Diese Woche war bunt durchmischt. Von freudvoller Hochzeitsplanung bis hin zur Einsamkeit und Todesthematik. Ein Thema zog sich verbindend durch meine Woche. Entweder betraf es die Situationen, die mich bewegten, oder wir sprachen im Bibelteilen darüber. Das Thema ist: Geld.

Wir Menschen verdienen Geld, geben es aus, sparen es an oder verlieren es. Geld kommt und es geht. Manchmal hätten wir gerne mehr. Für den anderen wird sein vieles Geld zum Fallstrick. Geld zu haben, kann ermöglichen, Wünsche zu erfüllen. Kein Geld zu haben, kann dazu führen, in Nöte zu geraten und darunter sehr zu leiden. Geld erscheint wertvoll, doch wie wertvoll ist es?

In Lukas 16 spricht Jesus im Kontext von Geld von den kleinen Dingen. Er sagt nicht, Geld sei unwichtig, sondern viel mehr, dass der Reichtum mit Geld der niedrigste ist. Mittelgroßer Reichtum könnten z.B. Freiheit, Gesundheit und Glück sein. Doch was schwebt Jesus vor Augen, wenn er auf die großen Dinge hinweist? Ist es wahrer Frieden? Gottes Gerechtigkeit? Glauben? Hoffnung? Liebe? All dies lässt sich unter dem Begriff der Gottesherrschaft bzw. dem Gottesreich vereinen.

Reichtum in Form von Geld ist nicht schlecht, aber er ist Nebensache. Aus diesem Grund dürfen wir uns auch getrost dagegen entscheiden, dem Geld hinterherzurennen sowie ihm zu dienen und stattdessen unser Blick auf das Große und Ewige richten. Gott ist der HERR. Jesus ermutigt uns, unser Geld in Beziehungen zu investieren. Er ruft uns dazu auf, unser Geld für andere einzusetzen, damit Nähe, Wertschätzung und Vertrauen in unserer Gesellschaft vorherrschen. (Vgl. Lk 16) Jesus spricht: „Was ihr einem von diesen meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40)

Mit diesen Gedanken gehe ich in das Wochenende und freue mich darüber so viel gelernt und erfahren zu haben. Möge das Große – Gottes Reich – uns vor Augen sein und unsere Herzen bewegen.

Carlito Banerjee