
Mit vielen anderen Menschen saß ich am Wochenende an der Regattastrecke. Wir hörten den Brandenburgischen Wassermusiken 2026 zu. Ein Sommernachtstraum. Wir erfreuten uns an dem Können der Brandenburger Symphoniker und staunten dabei über die Licht- und Wolkenspiele, die sich an diesem Abend in ihrer Einzigartigkeit zeigten.
Lange und intensiv war der Regenbogen zu sehen – und das gleich mehrfach an diesem Abend. Dieses Zeichen, das immer wieder an Gottes Treue und Gegenwart erinnert. Das war schon besonders am Sonntag, neben den musikalischen Klängen. Vieles war an diesem Abend schön, doch der Regenbogen in seiner Leuchtkraft hat mich mitten im Konzert an Gottes Gegenwart erinnert und mein Herz auf besondere Weise erfreut und mich berührt.
Am kommenden Sonntag werden wir für die „Neustarter und Neustarterinnen“ beten und sie segnen. Während ich mich auf den Gottesdienst vorbereite und das Erleben von letzter Woche denke, fällt mir die Liedzeile ein „Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand“. Jede Strophe in diesem Lied, aus dem diese Zeile stammt, beginnt mit den Worten „Vertraut den neuen Wegen“.
Ja, Vertrauen ist gefragt, wenn graue Wolken am Himmel aufziehen. Vertrauen ist gefragt, wenn ein Mensch neue Wege wagt. Vertrauen ist gewagt, wenn unbekanntes Land vor einem liegt. Und wie gut, wenn wir uns Gottes Gegenwart in allem zusprechen können, Worte und Gesten berühren, wenn wir Hände zum Segen auflegen und erheben. Wie gut, wenn wir Hände reichen und einander den Frieden wünschen.
Wir werden Sonntag für Menschen beten und sie segnen, die neu nach Brandenburg gekommen sind. Menschen, die in neue Lebensphasen getreten sind, sei es in den Ruhestand, bei Schul-, Studien- oder Arbeitswechsel. Wir beten für Menschen, die durch den Tod eines Angehörigen Abschied nehmen mussten und jetzt ihren Alltag neugestalten. Wir beten für Menschen, die neu Vertrauen wagen wollen. Gottes Segen begleite Sie.
Pastorin Claudia Sokolis-Bochmann
