Ankerplatz

Statt auf große Reise zu gehen, blieben wir als Gemeindeleitung letztes Wochenende vor Ort. Sturm und Schnee ließen uns kurzfristig umplanen. „Elli“ brachte uns vom Kurs ab nach Stettin zu fahren – und wir gingen in der Jahnstraße vor Anker.

Wie schön, dass wir da Platz und Ruhe fanden, manche Gedanken austauschen und reifen lassen konnten. Mancher Gedanke ist noch lange nicht zu Ende gedacht, und wir werden Gelegenheiten nutzen mit Gemeinde darüber ins Gespräch zu kommen. Neben Jahresplanung und Jahresthema stand der Austausch auf dem Plan. Wir hörten ein Impulsreferat über Leinwand, trugen Gedanken und Sichtweisen zusammen, und tauschten uns über die Gestaltung des Gemeindelebens aus. Was braucht es heute, um anzukommen in der Gemeinde und sich festzumachen bei Jesus? Wie gestalten wir einen Ort, an dem Menschen sich gerne einbringen können und wollen? Wo wird Gottes Nähe deutlich und ist Jesus spürbar?

Wie werden wir noch mehr eine Mit-mach-Gemeinde?

Der kleine Anker auf dem Foto begleitet mich seit Jahren von Wohnort zu Wohnort und war nun im Büro in der Jahnstraße gelandet. Dort steckte ich ihn mir Montag in die Tasche. Montag begann die Gebetswoche zum Thema „GOTT IST TREU“ in Brandenburg mit einem Mitbring-Abendessen bei uns in der Hofkirche. Trotz Eis und Schnee machten sich einige auf den Weg, um miteinander Gemeinschaft zu pflegen und in die Gebetswoche zu starten. In verschiedenen Gemeinden trafen sich Menschen diese Woche an den Abenden, um sich miteinander auszutauschen und zu beten. Sonntag werden wir zum Abschlussgottesdienst in der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Domlinden 29 zusammenkommen und ich werde dort predigen. Der kleine Anker wird „mitreisen“.

Über Hoffnung und Treue habe ich in dieser Woche öfter nachgedacht, auch auf dem Friedhof darüber gesprochen. Dankbar schauten wir auf das Leben einer Frau zurück, die sich als junge Frau bei Jesus festmachte. Sie ließ sich taufen. Dann erlebte sie, wie Gottes Wort ganz persönlich in ihre Situation sprach. Das Wort, das damals ihr Herz berührte, begleitete sie durch ihr ganzes Leben. Sie wusste sich in Jesus geborgen. Davon konnte auf der Beerdigung gesungen werden, denn sie wusste auch in Stürmen der Zeit um den Halt in ihm. „Geborgen in Gott“ – so ist es auf ihrem Grabstein zu lesen, denn das prägte ihr Leben. Sie hatte eine Hoffnung. Von der werde ich auch am Sonntag erzählen. Von der Hoffnung.

Claudia Sokolis-Bochmann