„Alles muss klein beginnen“

Am Mittwoch im Bibelgespräch sangen wir diese Zeilen von Gerhard Schöne: „Alles muss klein beginnen. Lass etwas Zeit verrinnen. Es muss nur Kraft gewinnen.“

Sonntag werde ich über das Weizenkorn im Gottesdienst nachdenken und vom „Jesus-Bäcker“ erzählen. Wir werden vom „Korn, das in die Erde fällt“ singen und nachdenken über Jesus, der gesagt hat „ich bin das Brot“.

Aktuell lockt der Frühling uns heraus, unsere Sinne auf Empfang zu stellen und „Wachsen und Werden“ ist vor unseren Augen. „Saat und Ernte, Frost und Hitze“ sollen nicht aufhören, so steht es schon am Anfang der Bibel. Und wo bleibt der Regen? Bei aller Freude über den blauen Himmel, frage ich mich das tatsächlich. Den Regen in der Nacht, den es gegeben haben soll, den habe ich wohl verschlafen, und das kurze Zeitfenster am Mittwoch, als es geregnet haben soll, verpasst.

Was braucht es für Rahmenbedingungen, dass „Wachsen und Werden“ geschieht? Welche Pflege, welche Zeit sind nötig. Letzte Woche bekam ich Kresse geschenkt, die wächst schnell. Wie gerne wird die mit Kindern ausgesät, um in kurzer Zeit gründe Halme bewundern zu können. Vielleicht haben auch Sie schon Ostergras ausgesät. Kleine Zeichen der Hoffnung. Kleine Freuden im Alltag.

Alles muss klein beginnen“ – ich singe dieses Lied gerne, weil es davon spricht, dass es gut ist anzufangen, wachsen zu lassen, zu pflegen und hoffnungsvoll zu warten, was sich entwickelt. Und mein Bild der Woche sind die leuchtenden Blüten auf unserer Gemeinde-Terrasse. Im Frühling dürfen wir das intensiv wahrnehmen: Leben entfaltet sich. Manchmal bekommen wir den Beginn gar nicht mit. Begleiten, pflegen, beobachten können wir es sehr wohl. Wie schön die Farben doch leuchten! Auch im Gemeindealltag kann manches „klein beginnen“ – und kann sich dann entfalten und wachsen. Diese Woche waren wir als Mitarbeiterinnen der KaffeeZeit zusammen. Ende März feiern wir den 1. Geburtstag. Da ist was angefangen worden – und gewachsen. Ein Grund zur Freude und zum Dank. Vielleicht feiern Sie ja mit in zwei Wochen am 27.03.?

Claudia Sokolis-Bochmann