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  • Segen bewegt
    Dieser Freitagsgedanke kommt aus Kassel. Hier bin ich als Abgeordnete der Gemeinde auf der jährlich stattfindenden Bundesratstagung unserer Freikirche. Wie jedes Jahr treffen sich Menschen aller Generationen aus den verschiedensten Gemeinden und Werken unseres Bundes, um miteinander zu hören, zu fragen, zu beraten, Gottesdienst zu feiern. Hier treffe ich Freunde und Bekannte, und lerne immer wieder neue Menschen kennen. Während ich schreibe, sitze ich im Konferenzsaal, die Band probt, die ersten Plätze füllen sich. Ich höre neue Lieder, dann stellt sich das Team zusammen. Letzte Absprachen. Gebetsgemeinschaft. Beten und Arbeiten gehört hier genauso zusammen, wie lachen und weinen, hören und (…) [Weiterlesen] „Segen bewegt“
  • Lied-Gut
    Vergangenen Sonntag war „Kantate“, was „singen“ heißt. Die Sonntage zwischen Ostern und Pfingsten haben eigene Namen und der Freude über das Leben soll Ausdruck gegeben werden. „Singet dem HERRN ein neues Lied!“, dieses Psalmwort aus Psalm 98,1 begleitete durch diese Woche. „Singet, … denn er tut Wunder.“ Vergangenen Sonntag war „Mitmach-Gottesdienst“, den ich leider nicht selbst miterleben konnte, da wir unterwegs waren. Dankbar und mit Begeisterung wurde mir von dem spontanen „Chor der Senioren“ berichtet, der ein Geburtstags- und ein Mailied gesungen hat. Manches Lied wurde sich am Sonntag gewünscht und gemeinsam gesungen, so hörte ich. Der Wunsch nach einem (…) [Weiterlesen] „Lied-Gut“
  • Tag der Arbeit
    Heute habe ich „frei“ und ich werde auf einem Kongress sein und am langen Wochenende Zeit mit Familie verbringen. In der Gemeinde wird es am Sonntag einen „Mitmach-Gottesdienst“ geben und ich bin gespannt, was mir im Anschluss berichtet wird. Eingeladen hatten wir die letzten Wochen zu einem Gottesdienst, der „wie ein bunter Blumenstrauß“ vielfältig sein soll. Beiträge waren erbeten, Wünsche konnten geäußert werden. Ein Verantwortlicher war gefunden, der durch den Gottesdienst leiten wird. „Gemeinde kommt von gemeinsam“ – ein Gedanke, den wir in diesem Jahr bereits öfter gehört, gesagt, geteilt haben. „Mitmach-Gemeinde“ wollen wir sein. Welch ein Geschenk, wenn Menschen (…) [Weiterlesen] „Tag der Arbeit“
  • Überrascht
    Während ich am Schreibtisch sitze und hier schreibe, erwarte ich ein Paket. Mal wieder Bibelausgaben zum Lukasevangelium. Diesmal für Kinder. Ich wurde gefragt. Gefragt wie das mit Jesus ist. Mit der Taufe. Mit Gemeinde. Unser offenes Taufbecken hat für Gespräche und Anstöße gesorgt. Bei Menschen jeden Alters. Jetzt ist das Taufbecken leider wieder „unterm Teppich“, aber die Fragen und Gedanken bleiben und manches Gespräch hat mich überrascht. Warum sollte ich mich taufen lassen? Wann kann ich mich taufen lassen? (Dahinter verbarg sich dann die Frage des Alters). Verändert die Taufe das Leben? Ist dann alles Böse weg? Das waren u.a. (…) [Weiterlesen] „Überrascht“
  • Vermissen
    Er wünschte mir einen gesegneten Sonntag. Nicht nur einmal. Er stand auf, wenn er mich begrüßte, auch als die Kraft sichtbar weniger wurde und das Aufstehen schwerer fiel. Auch, wenn ich ihm sagte, dass er sitzen bleiben könnte, erhob er sich. Es gehörte für ihn zum guten Ton. Oft war er der erste – ob sonntags zum Gottesdienst oder mittwochs zum Bibelgespräch. Oder zu welchen Veranstaltungen auch immer. Er war da. Er brachte sich ein. Bewusst schreibe ich hier nicht seinen Namen. Gemeinde kannte ihn. Auch bei größter Hitze saß er auf der Bank im Innenhof und wartete, dass jemand (…) [Weiterlesen] „Vermissen“
  • Leerstelle
    „Der Herr ist auferstanden“ – so grüßten wir uns am Sonntagmorgen. Erst beim Osterfrühstück, dann zu Beginn des Gottesdienstes. In gewohnter Weise antworteten die, denen der Gruß vertraut ist, mit „er ist wahrhaftig auferstanden“. Dieser traditionelle Ostergruß ist in verschiedenen Sprachen und unterschiedlichen Kirchen weltweit zu hören. Seinen Ursprung hat er in der Bibel, im Lukasevangelium, Kapitel 24. Ostern zeigte ich Bilder des „Heiligen Gabes“, wie ich sie im Urlaub in Görlitz fotografiert hatte. Diese Bilder begleiten mich durch die Woche. Von Ostern kommend, bereite ich gerade den Gottesdienst zur Tauferinnerung vor. Eine Taufe werden wir kommenden Sonntag nicht erleben. (…) [Weiterlesen] „Leerstelle“
  • Dornen
    Der Himmel ist grau. Wolkenverhangen. Der Regen kündigt sich an. Jeden Moment kann es losgehen. Die Stimmung lässt mich schneller gehen, um vor Einbruch des Regens anzukommen. Am Beginn der Karwoche lassen mich dann die Dornen am Weg doch innehalten. – Dornen: kraftvoll, mächtig, schmerzhaft. – „Nachdem die Soldaten ihn ausgepeitscht hatten, flochten sie aus Dornenzweigen eine Krone, setzten sie Jesus auf den Kopf und hängten ihm einen purpurfarbenen Mantel um.“ (Johannes 19,2) Was hier wohl noch wächst? Die Dornen sind faszinierend, doch berühren will ich sie nicht. – „Er (der Ackerboden) wird mit Dornen und Disteln übersät sein – (…) [Weiterlesen] „Dornen“
  • Dein Wort
    Vor meiner Bürotür lag am Mittwoch eine Bibel. Keine Ahnung, wer sie dahin gelegt hat. Es sah nicht so aus, als wenn sie jemand verloren hatte, sondern eher, als versucht sie jemand an die Frau zu bringen. In der Bibel heißt es: „Dein Wort ist ein Licht auf meinem Weg“. Hier scheint es eher einem Stolperstein zu gleichen. Der Pastorin die Bibel vor die Tür gelegt, mach vielleicht am meisten Sinn, wenn man nicht weiß, wohin damit? Ich habe mich mal als Adressatin verstanden. Ob das so gemeint war, weiß ich nicht. Aber zum einen lag sie vor meiner Tür, (…) [Weiterlesen] „Dein Wort“
  • Frühjahrsputz (von Christiane Wirth)
    Vergangenen Samstag hatten wir „Frühjahrsputz“ in der Hofkirche. Ehrlich gesagt, nicht mein Lieblingstermin. Wie schön, vor der Arbeit gab es eine Tasse Kaffee, ein Vollkornbrötchen und nette Tischgespräche. Und langsam kamen wir in Schwung, es hat dann richtig Spaß gemacht Schränke und Regale auszuräumen und sauber zu machen, auszusortieren und die Dinge wieder an den alten oder an einen neuen Platz zu stellen. Und auch im Garten wurde tüchtig aufgeräumt, damit Neues wieder wachsen kann. Überall wuselten fleißige Helfer herum und es gab Gelegenheit, sich einmal ganz anders kennenzulernen. Und am Ende kamen richtige Glücksgefühle auf: der Hof der Hofkirche (…) [Weiterlesen] „Frühjahrsputz (von Christiane Wirth)“
  • „Alles muss klein beginnen“
    Am Mittwoch im Bibelgespräch sangen wir diese Zeilen von Gerhard Schöne: „Alles muss klein beginnen. Lass etwas Zeit verrinnen. Es muss nur Kraft gewinnen.“ Sonntag werde ich über das Weizenkorn im Gottesdienst nachdenken und vom „Jesus-Bäcker“ erzählen. Wir werden vom „Korn, das in die Erde fällt“ singen und nachdenken über Jesus, der gesagt hat „ich bin das Brot“. Aktuell lockt der Frühling uns heraus, unsere Sinne auf Empfang zu stellen und „Wachsen und Werden“ ist vor unseren Augen. „Saat und Ernte, Frost und Hitze“ sollen nicht aufhören, so steht es schon am Anfang der Bibel. Und wo bleibt der Regen? (…) [Weiterlesen] „„Alles muss klein beginnen““